Genealogische Forschung

  • Kirchenbücher - Familienbücher

    Seite aus dem ältesten Kirchenbuch
    Aus dem ältesten Kirchenbuch im Bistumsarchiv (Boppard St. Severus 1571-1686)

    Die meisten Nutzungswünsche und Anfragen, die das Bistumsarchiv Trier erreichen, betreffen den Bestand der Kirchen- und Familienbücher. Unter Kirchenbüchern sind hier die in jeder Pfarrei zu führenden amtlichen Register aller Taufen, Heiraten und Sterbefälle zu verstehen.

    Sonderfall: Familienbücher

    Während die in chronologischer Ordnung vorliegenden Eintragungen der Kirchenbücher die jeweiligen Amtshandlungen dokumentieren, bieten Familienbücher eine Darstellung der der Pfarrei zugehörenden Familien und deren verwandtschaftliche Beziehungen. Neben Familienbüchern in alphabetischer Reihenfolge sind gelegentlich auch Gliederungen nach Straßen oder Filialen vorzufinden. Grundsätzlich voneinander zu unterscheiden sind die vom Pfarrer selbst angelegten Familienbücher (Amtsbücher) von den später erarbeiteten: Die Anlegung des Familienbuchs wurde im 19. Jahrhundert empfohlen, 1905 durch das Bischöfliche Generalvikariat schließlich vorgeschrieben, sodass hier von einem Amtsbuch der Pfarrverwaltung, mithin von einer historischen Quelle zu sprechen ist. Demgegenüber handelt es sich bei den nachträglich erstellten Familienbüchern um systematische Kirchenbuchauswertungen privater Familienforscher (Autorenwerke). Beim so genannten Ortsfamilienbuch werden im Gegensatz zu den früher üblichen Pfarrfamilienbüchern auch andere Quellen zur Auswertung herangezogen (z.B. Standesamtsregister, Bürgerlisten, Steuerlisten), deren Originale sich also nicht im Bistumsarchiv Trier befinden.

  • Schutzfristen für personenbezogene Unterlagen

    Kirchenbücher und amtliche Familienbücher sind dem personenbezogenen Schriftgut zuzuordnen, bei dessen Nutzung die entsprechenden Schutzfristen zu beachten sind. Für das Bistum Trier gilt aktuell das Jahr 1900 als Grenzjahr: Kirchenbucheinträge bis zum Jahr 1899 sind zur Einsichtnahme frei, alle jüngeren Eintragungen von einer Nutzung durch Forscher dagegen ausgeschlossen. Die von der Sperrung betroffenen Teile eines Kirchenbuchs sind im Bistumsarchiv mit einer Papierbanderole umschlossen, so dass der Band nicht als ganzer von der Nutzung ausgeschlossen zu werden braucht. Diese Möglichkeit ist beim alphabetischen Aufbau der Familienbücher nicht gegeben; hier sind deshalb alle Bücher von der Nutzung ausgeschlossen, die Daten ab 1900 enthalten. Wir empfehlen daher generell, vor der Recherche in Kirchen- und Familienbüchern die standesamtliche Überlieferung auszuwerten.

  • Selbstständiges Arbeiten wird erwartet ...

    Ein eigenständiges Arbeiten am ausgegebenen Archivgut wird vom privaten Familienforscher ebenso erwartet wie vom wissenschaftlichen Forscher (vgl. Benutzungsordnung für das Bistumsarchiv Trier). Gelegentliche Hilfestellungen und Beratung durch die Archivbediensteten sind selbstverständlich, beschränken sich in der Regel jedoch auf Hinweise auf einschlägige Findmittel bzw. Archivalien.

  • Familiengeschichtliche Recherchen?

    Unser Archiv kann seinen Benutzern keine familiengeschichtlichen Recherchen anbieten. Einen solchen Service bieten aber gewerbliche Familienforscher an. Auf Wunsch teilen wir Ihnen gerne entsprechende Adressen mit.

  • Kopien...

    Kopien...

    Aus konservatorischen Gründen fertigen wir grundsätzlich keine Kopien an. Gegen Gebühr können Sie einzelne Reproduktionen bestellen.